USA Steuerreform

Die Steuerreform in den USA, injiziert von dem US-Präsidenten Trump könnte zu positiven Impulsen führen. Ähnliche Modelle wurden schon oft für Deutschland versucht einzuführen, sind bislang an der schwerfälligen Bürokratie gescheitert. In den USA ist es die größte Steuerreform seit 1986. Damit traut sich das Land eine Modernisierung zu und fängt bei dem wichtigsten Punkt an: Steuern. Kritiker gibt es aber genauso wie Befürworter. Die Gegner besagen, dass es zu Mindereinnahmen von 1,5 Billionen kommen könnte. Befürworter hingegen zeichnen Mehreinnahmen von über 1 Billion aus. Aktuell bleibt es also bei kontroversen Diskussionen zu der Steuerreform von Trump. Fakt ist aber auch, dass es bereits positive Resonanzen aus der Wirtschaft gibt. Und letztlich ist die Wirtschaft immer der erste Baustein, damit auch die Bevölkerung profitieren kann.

Plus für die Börse

Die Steuerreform ist ein Plus für die Börse. Die Berichtssaison beginnt, für die Kurse einiger US-Unternehmen kommt die Steuerreform also zur richtigen Zeit. Dabei sollte der Kurzsturz der Börsen der letzten Tage nicht darüber hinweg täuschen, dass hier andere Tatsachen eine Rolle spielen. So gelten US-Unternehmen schon seit Jahren als überbewertet. Bereits 2016 und 2017 wurde vor einer (notwendigen) Korrektur an den Börsen gewarnt. Gleichzeitig wurde der Leitzins angehoben. Anleger reagieren oft emotional und können dadurch eine Massenbewegung auslösen, die letztlich auch zum einem vorübergehenden Absturz einiger Werte führen kann, wie wir das vor einigen Tagen im Februar 2018 erlebt haben.

Generell wird es so wohl durch die Steuerreform von Trump kommen, das Verlustvorträge bei sinkenden Steuersätze neu bewertet werden müssen. Das kann unter Umständen zu hohen Abschreibungen führen. Allerdings sollte dabei genau beachtet werden, dass es sich hierbei um einen Einmaleffekt handeln wird, der die einzelnen Unternehmen nicht nachhaltig belasten wird.

Steuerreform von Trump positiv

Insgesamt dürfte sich damit die Steuerreform von Trump in den USA positiv entwickeln. Vor allem auf die Gewinne der US-Unternehmen. Dabei beginnt nicht nur Apple damit, einen Großteil seines im Ausland liegenden Vermögens zurückzuholen.

Unabhängig von der neuen US-Steuerreform gilt die USA auch für viele europäische Unternehmen schon lange als Steuerparadies. Während andere Steuerparadiese in der Karibik gebrandmarkt wurden, konnten einige US-Bundesstaaten ihren Vorteil als indirektes Steuerparadies ausbauen. Anonyme Firmengründungen, Holdingsstrukturen und zahlreiche Steuergeschenke laden auch viele deutsche und französische Unternehmen in die USA ein. Allerdings scheint das von der europäischen Politik als völlig legitim betrachtet zu werden, obwohl die Unterschiede zu den sonst gebrandmarkten anderen Steuerparadiesen in einigen Punkten nur gering sind.

US Börsen dürften sich wiedererholen

Der kleine Crash, den wir vor einigen Tagen in den USA an der Börse Anfang Februar erlebt haben, dürfte sogar positiv sein. Die bisherige Überbewertung an den US-Börsen konnte ein wenig abgebaut werden. Die Angst um eine weitere Zinserhöhung ist eingekreist. Damit bestehen gute Voraussetzungen für eine Stabilisierung und Normalisierung. Die Steuerreform von Trump dürfte dabei sicherlich helfen.