Tierversicherungen

Geht es um Versicherungen, wird uns oft Mist verkauft. Viele Gesellschaften bieten uns unbrauchbare Lösungen oder packen die AGB mit Leistungsausschüssen so voll, dass im Schadensfalle keine Leistung zu erwarten ist. Versicherungen haben in Europa den schlechtesten Ruf. Doch im Fall von Tierversicherungen muss auch aus einer anderen Perspektive die Betrachtung erfolgen.

Die sogenannten Haustierversicherungen sind teilweise sogar nützlich, manchmal sogar für den Halter verpflichtend. So werden Versicherungen für Haustiere vor allem für Pferde, Hunde und Katzen angeboten. Welche tatsächlich Sinn machen können, haben wir uns einmal angesehen. Dabei unterteilen wir zwischen einer Haftpflicht und einer Krankenversicherung für Tiere.

Tierversicherungen – 2 Arten

Die Tierversicherungen lassen sich in zwei Arten unterteilen. Zu einem die Krankenversicherungen für Haustiere und zum anderen die Halterhaftpflicht Versicherung. Letzte ist in Deutschland und einigen anderen Ländern teilweise bei der Hundehaltung sogar verpflichtend. Unsinnig hingegen ist sie für Katzen. Auch hier gibt es spezielle Haftpflichtversicherungen für Katzenhalter. Der Abschluss lohnt aber nicht, da diese Leistungen bereits in den ganz gewöhnlichen Haftpflichtversicherungen enthalten sind. Anders bei Hunden und Pferden. Eine Halterhaftpflicht macht Sinn, auch dann, wenn dazu keine Pflicht besteht. Es kann immer zu Vorfällen mit dem Tier kommen. Das deutsche Recht sieht dabei immer den Halter als haftend, unabhängig, ob er den Zwischenfall zu verschulden hat. Erschreckt sich Beispiel der Hund durch einen Silvesterböller und rennt dabei versehentlich auf die Straße, in dessen Folge es zu einem Verkehrsunfall kommt, haftet der Hundehalter. Ist eine Halterhaftpflicht für Hunde vorhanden, werden die Kosten dort übernommen.

Bei einem Pferd sind die Gefahren ebenfalls hoch und können schnell hohe Kosten verursachen. Dabei tritt die Halterhaftpflicht für Pferde nicht nur dann ein, wenn das Pferd direkt oder indirekt einen Verkehrsunfall verursacht, sondern auch dann, wenn es durch das Tier im Stall oder auf der Koppel zu Schäden kommt.

Tierversicherungen – Die Krankenversicherung

Die Tierkrankenversicherung erweist sich sowohl bei Pferden, Hunden und Katzen als sehr sinnvoll. Teilweise können dabei auch anteilig Vorsorgekosten (z.B. Impfungen) übernommen werden. Je nach Tierversicherung kann ein Selbstbehalt von 10 – 20 Jahren vereinbart werden. Auch ältere Tiere werden noch bei einer Tierkrankenversicherung versichert. Ist das versicherbare Alter allerdings überschritten, kann immer noch eine OP-Versicherung für Haustiere abgeschlossen werden. Dabei werden die Kosten für operative Eingriffe und Nachbehandlungen übernommen. Hier entstehen meistens die höchsten Kosten. Dadurch, dass die Tierarztkosten immer weiter ansteigen, macht eine Tierkrankenversicherung zur Absicherung des finanziellen Risikos für den Halter durchaus Sinn. Viele Tierärzte behandeln heute –aufgrund schlechter Erfahrung- nur noch, wenn die Zahlung geklärt wurde. Muss ein Eingriff erfolgen, der Halter kann das Geld jedoch nicht aufbringen, kommt es in vielen Fällen nicht zu einer Behandlung. Mit einer Tierkrankenversicherung kann diesem Problem vorgebeugt werden. Die monatlichen Policen Beiträge sind gering, gemessen an einer langen Versicherungszeit und den Inanspruchnahme-Möglichkeiten, lohnt sich eine Tierkrankenversicherung sowohl für Pferde, Katzen als auch Hunde.

Einfache Abrechnung als Vorteil

Die Tierarztrechnung kann direkt per eMail oder Fax (oder per Post) übersandt werden. Die Versicherung leistet in der Regel in 48 Stunden, sodass die finanziellen Sorgen für den Halter wegfallen. Eine Krankenversicherung für Haustiere ist dadurch eine recht gute Option, um bei Notlagen sofort reagieren zu können, ohne Eingriffe von den eigenen finanziellen Möglichkeiten abhängig zu machen.