Mietkaution

Die Mieten steigen ständig. In Deutschland hat die Politik angekündigt, dass in 2018 vermutlich noch weniger gebaut wird. Die Nachfrage steigt aber. Steigen die Mietpreise, verteuert sich auch die Mietkaution. Für viele ist die Sicherheitsleistung schon heute kaum zu bezahlen. So mal die alte Mietkaution für die abgegebene Wohnung erst Wochen oder manchmal Monate später zurückgezahlt wird.

Mietkaution – ein sorgenvoller Blick muss nicht sein! Es gibt Lösungen!

Wir von Finanzgeber haben uns einmal angesehen, welche Möglichkeiten, bestehen, um die Mietkaution bezahlen zu können. Dabei fanden wir mehrere, interessante Wege, die sicherlich auch für den einen oder anderen nützlich sein können. Also ab zu den Möglichkeiten.

Mietkaution per Raten

Schon vor vielen Jahrzehnten hat der Gesetzgeber erkannt, dass die Mietkaution ein hohes Hindernis bei der Anmietung einer Wohnung sein kann. Nicht jeder kann sofort, so viel Geld bar auf den Tisch legen. Aus diesem Grunde besteht die Möglichkeit, die Mietkaution in Raten bezahlen zu können. Geregelt ist das § 551 Abs. 2 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch). Demnach darf der neue Mieter, die Kaution in 3 gleichen Raten bezahlen. Die erste ist mit dem Einzug (also der Schlüsselübergabe) zu erbringen. Die beiden anderen jeweils einen Monat später. Damit wird die Mietkaution auf 3 bequeme Raten verteilt.

Das Beste daran, der Vermieter muss die Ratenzahlung der Mietkaution akzeptieren. Und zwar ohne Aufpreis. Es dürfen keine weiteren Bearbeitungskosten anfallen. Der Vermieter darf die Ratenzahlung der Mietkaution auch nicht im Mietvertrag ausschließen. Er muss diese akzeptieren. Unabhängig davon, ob diese bei der Unterschrift angesprochen wurde oder nicht. Gerade für Familien ist damit die Zahlung über 3 Raten eine sehr gute Alternative, um die Last der Kaution ein wenig zu drücken.

Wie hoch darf die Mietkaution sein

Der Kampf um eine Mietwohnung wird immer härter. Viele Vermieter benehmen sich unverschämt und verlangen oft hohe Summen bei der Mietkaution. Doch was darf verlangt werden?

Generell gilt, das bei einer privaten Vermietung maximal 3 Kaltmieten als Mietkaution verlang werden dürfen. Also ohne Nebenkosten. Sofern hingegen ein Pauschalvertrag abgeschlossen wurde, gilt maximal eine Höhe von 3 Pauschalmieten für die Kaution. Wird hingegen mehr verlangt, kann der Mieter eine Rückforderung verlangen und diese bei Bedarf auch einklagen.

Ein Weg neben der gesetzlichen Ratenzahlung, kann natürlich auch ein normaler Kredit sein. Dafür kommt sowohl ein Kredit ohne Schufa in Frage, als auch Kurzzeitkredite für bis zu 60 Tagen.

Mietkautionskassen – Eine Alternative?

JA und nein. Die Mietkautionskassen als Alternative für die Mietkaution müssen im jeweiligen Einzelfall beurteilt werden. In einigen Fällen macht das Sinn. Und zwar immer dann, wenn das Mietverhältnis bis zu 4 Jahren betragen soll. Bei einer Mietkautionskasse wird keine Kaution eingezahlt. Es funktioniert wie eine Versicherung. Die Mietkautionskasse stellt dem Vermieter eine verbriefte Sicherheit (Urkunde) über die verlangte Kaution (max. bis zum gesetzlichen Höchstwert). Dafür zahlt der Vermieter eine jährliche Versicherungsprämie. Diese beträgt pro 1.000 Euro je nach Anbieter zwischen 48 – 60 Euro im Jahr. Ganz interessant ist dabei, dass die Mietkautionskasse jederzeit gekündigt werden kann. Es gibt also keine Vertragsfristen. Wer häufig –zum Beispiel aus beruflichen Gründen- umzieht, sollte sich die Angebote einmal abholen. Es entlastet. Übrigens auch den Vermieter. Denn dieser muss künftig nicht mehr die Kaution in bar auf dem Konto verwalten, sondern ist durch die Bürgschaftsübernahme vollkommen abgesichert. Ein weiterer Vorteil für den Vermieter: Die Mietkautionskasse führt eine Schufa Prüfung des Mieters durch, was der Vermieter in seine Bonitätsbeurteilung einbinden kann.

Aber ob ein Vermieter eine Mietkautionskasse letztlich als Alternative für die Mietkaution anerkennt, ist ihm selbst überlassen. Einen Anspruch wie bei einer Ratenzahlung gibt es hier nicht. Der Vermieter kann also eine Mietkautionskasse ablehnen und weiterhin auf Barzahlung bestehen.