Einlagensicherung

Die Einlagensicherung ist in der ganzen EU vorhanden. Allerdings regelt dieses jeder Staat selbst, so dass einzelne Vorgänge unterschiedlich ausfallen können. Die Eckdaten sind aber praktisch bei der Einlagensicherung überall gleich. So ist prei privaten Spareinlagen ein Betrag von bis zu 100.000 Euro pro Sparer gesetzlich geschützt. Teilweise kann es mehr sein, wenn die Bank zusätzliche Reserven dafür zurückgelegt hat (Stichwort: Freiwillige Einlagensicherung). Dabei wird immer wieder die Frage gestellt, wie sich die Einlagensicherung tatsächlich ist. Das lässt sich eigentlich einfach beantworten. Sofern nur eine Bank zahlungsunfähig wird, greift die Sicherung über den Einlagenfons in der Regel problemlos. Problematisch könnte es aber werden, wenn die Zahlungsunfähigkeit bei mehreren Banken in der EU systematisch beding hervortritt. In diesem Fall dürfte auch der Einlagensicherungsfonds nicht wirklich helfen. Viele Staaten haben in diesem Fall entsprechende Konzepte in der Schublade, um zu verhindern, dass die Bürger das Geld vom Konto abziehen. Harmlose Varianten dieser Konzepte haben sich ja bereits in Griechenland mit der Begrenzung von Bargeldauszahlungen am Automaten und anderen Punkten gezeigt. Sollte also nur eine Bank betroffen sein, ist die Einlagensicherung eine sichere Methode, damit Sparer nicht mehr als 100.000 Euro verlieren.

Die gesetzliche Einlagensicherung

Pro Kunde und Bank ist somit jeder bis zu 100.000 Euro abgesichert. Das gilt aber nur für private Einlagen. Nicht geschützt hingegen sind Namensschuldverschreibungen und Schuldscheindarlehen, die seit 2017 nicht mehr über die Einlagensicherung abgesichert sind. Nur noch der Altbestand ist von diesem Schutz umfasst.

Eine weitere Einschränkung gab es bei der Einlagensicherung, die viele Sparer nicht mitbekommen haben. So gilt der Einlagensicherungsfonds nur noch für Sparanlagen mit einer Laufzeit unter 18 Monaten (seit 2017, Altbestände sind ausgenommen).

Wertpapiere nicht über Einlagensicherung geschützt

Wertpapiere sind nicht über den Fonds zur Einlagensicherung geschützt. Grundsätzlich besteht auch kein Bedarf. Anders als bei Sparkonten, sind Wertpapiere ja nur bei einer Bank (Depot) gelagert. Geht die Bank insolvent, kann sie dennoch die auf den Kunden eingetragenen Wertpapiere auf dessen Wunsch an eine andere Bank transferieren.

Gilt die Einlagensicherung in ganz Europa

JA. Generell gilt die staatliche Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro in ganz Europa. Auch weltweit unter Umständen. Zum Beispiel dann, wenn Sie außerhalb von Europa bei einer Zweigneiderlassung einer deutschen Bank eine Spareinlage als Europäer abgeschlossen haben.

Generell sollte in Zeiten von Finanzkrisen aber auch immer die Wirtschaftlichkeit eines Staates betrachtet werden. Hier hilft ein Blick auf die Bonitätseinstufungen. Bei Staaten mit schlechtem Bonitätsranking in der EU sehen wir bei einer Finanzkrise durchaus Schwierigkeiten, dass bei Bankpleiten, die Einlagensicherung wirklich so wie garantiert greift. Bei größeren Anlagen macht es unter Umständen Sinn, sein Geld auf verschiedene Länder zu verteilen. Aber Vorsicht: In den meisten EU-Ländern müssen die Bürger in der Steuererklärung angeben, ob ausländische Konten bestehen.